Über die Verfremdung der Stadtidee

Städte setzen in den letzen Jahren verstärkt Akzente im Werben um Bürger, Besucher, Touristen, Wirtschaft, etc. Dabei geraten viele Kommunen in den Sog, sich selbst als eine Art „Massenware“ anzupreisen. Stadtmarketing wurde vielerorts als Wunderwaffe gegen Abwanderung, Imageverlust und stagnierende Finanzen der Kommunen gesehen. Doch ein wesentlicher und möglicherweise der wichtigste Faktor überhaupt wird dabei allzu oft übersehen bzw. (bewusst?) falsch angelegt: den „Citymanagern“ stehen meist nur theoretisch alle Instrumente der Marketing- und Kommunikationspolitik zur Verfügung. Sie müssen das Beste aus dem Vorhandenen machen – Mitwirken am Entwerfen von strategischen Ideen und neuer Zukunftsperspektiven ist Anderen vorbehalten. Stadtmarketing darf nicht mit Kampagnen für politische Laufstege oder dem Verkaufen der Konsumware „Stadt“ gleichgesetzt werden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Das Rathaus 58(2005), 7-8, S. 186-189
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3632