Die Neubürgeragentur als dritte Säule des Standortmarketings. Das Beispiel „bremen_service“

Die Stadt Bremen kämpft – so wie viele andere deutsche oder österreichische Städte auch – mit dem Problem der Bevölkerungsschrumpfung bei gleichzeitig steigenden Erwartungen an städtische Infrastruktureinrichtungen. Um diesen Trend zu stoppen und in weiterer Folge umzukehren, wurde die Idee einer Neubürgeragentur geboren. Diese Einrichtung hat folgende Funktionen: Akquisition und Begrüßung von Neubürgern sowie die Bindung der Bürger an die Stadt. In all diesen Bereichen wurden unterschiedliche Maßnahmen gesetzt worden, die auf einem fundierten Konzept aufsetzen. So war beispielsweise die exakte Definition der Zielgruppen und die Wahl daraus resultierender Kommunikationsmittel eine grundlegende Aufgabe zu Beginn der Installierung dieser Neubürgeragentur. Einerseits werden Leistungen angeboten, die nicht in der mehrheitlich hoheitlich tätigen Bürgerservicestelle angeboten werden. Andererseits erfolgen die Finanzierung und der Betrieb in Form eines privaten Dienstleistungsunternehmens. Die Neubürgeragentur stellt somit eine Ergänzung zu bestehenden kommunalen Serviceeinrichtungen dar. Einer internen Wirtschaftlichkeitsberechnung zufolge liegt der „break-even“ bei 300 NeubürgerInnen (bzw. gehaltenen BürgerInnen). Eine erste Bilanz gibt diesem innovativen Modell recht.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Das Rathaus 58(2005), 1-2, S. 15-17
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3500