Kommunales E-Government 2006

Das Deutsche Institut für Urbanistik hat in Zusammenarbeit mit der KGSt eine umfassende Bestandsaufnahme zum E-Government in Deutschland erstellt. Insgesamt konnten Angaben von etwa 330 Kommunen ausgewertet werden (jeweils über 100 Städte und Gemeinden mit mehr und mit weniger als 50.000 EW sowie mehr als 100 Kreise). Die wichtigsten Ziele des kommunalen E-Government haben sich in den letzten Jahren leicht verschoben: Die Ausschöpfung von Spar- und Rationalisierungspotenzialen ist wichtiger geworden. Weiterhin stehen die Modernisierung von Politik und Verwaltung sowie die verbesserte Erreichbarkeit für „KundenInnen“ im Vordergrund. Bei den Online-Services sind die Kommunen speziell im Bereich der Informations- und Kommunikationsangebote oft schon weit fortgeschritten; Transaktionsangebote liegen im Vergleich dazu jedoch noch weit zurück. Erfreulich ist die Entwicklung des Problembewusstseins: Die Kommunen haben mehrheitlich erkannt, dass Transaktionsangebote für die Verwaltung eine wichtige Rolle spielen. Neben der Fortentwicklung der Fachanwendungen (z.B. Einwohnermeldewesen) und Online-Services ist der weitere Ausbau der Basisinfrastruktur ein wesentliches Ziel des kommunalen E-Government.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Köln: 2006, 7; 72 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
KB 2006/7