Der Bürger als Störfaktor. Zum Management von Beteiligungsverfahren

Mit Bürgerbeteiligungsverfahren ist die Hoffnung verbunden, dass Politikverdrossenheit in der Gesellschaft verringert werden kann. in Zeiten der „Wutbürger“ scheint diese Politikverdrossenheit allerdings größer denn je. Naßmacher verdeutlicht, dass von der Politik erwartet wird, dass einerseits Probleme rasch gelöst werden, andererseits die betroffenen bei dieser Problemlösung einzubinden sind. Diese beiden Erwartungen widersprechen sich allerdings bei näherer Betrachtung: es ist nur schwer möglich, einerseits rasche Verfahren abzuwickeln und gleichzeitig konstruktive und institutionalisierte bürgerbeteiligungsverfahren zu etablieren, die per se relativ viel Zeit in Anspruch nehmen. Der Artikel zeigt allerdings perspektiven für eine wirkungsvollere Bürgerbeteiligung auf, die diesen Anforderungen eher gerecht wird.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Verwaltung & Management 17(2011), 4, S. 181-186
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
5305