Zur interkommunalen Handhabung des Zinsrisikos

Buchumschlag

Die kommunale Verschuldung und die daraus resultierende Zinsbelastung nehmen stetig zu. Ursachen hierfür sind v.a. die Folgelasten kommunaler Investitionen, überzogene Einnahmeerwartungen, strukturelle Veränderungen zu zunehmende Ausgaben (z.B. steigende Anforderungen an die Qualität und den Umfang der kommunalen Daseinsvorsorge). Aus diesem Grund bedarf es einer Vorgehensweise, welche entweder die Zinslast senkt oder sie zumindest mit ihren Risiken transparent macht, wenn die Gemeinden langfristig handlungsfähig bleiben wollen. Johannes Schneider untersucht in seiner nun veröffentlichten Dissertation sehr detailliert einen Ansatz zur interkommunalen Zinshandhabung, der insbesondere Fachwissen auf dem Gebiet der Zinsderivate und der Risikohandhabung für die Städte und Gemeinden bereitstellt. Seine Ausführungen zeigen, dass die Gemeinden trotz aller Unterstützung akzeptieren müssen, dass es sich hierbei nicht um eine „unfehlbare Finanzmarktzauberei mit Erfolgsgarantie“, sondern schlicht um ein strukturdefektes finanzwirtschaftliches Problem handelt, in dessen Mittelpunkt die nach dem individuellen Sicherheitsbedürfnis zu gestaltenden unsicheren Zahlungsströme stehen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wiesbaden: Springer Gabler 2012, 355 S.
ISBN: 
978-3-8349-3354-6
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
A-115-104