Wieviel Raum haben Gender-Themen in Österreichs Städten?

Wie werden gleichstellungs- und frauenpolitische Agenden in Österreichs Städten umgesetzt? Dieser Frage ging das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung in einer Studie im Auftrag des Österreichischen Städtebundes nach.

Im Februar 2013 wurde eine österreichweite Online-Umfrage zu den Themen Gender Mainstreaming, Gender Budgeting und Frauenförderung durchgeführt. Ziel war es, den Umsetzungsstand von gleichstellungs- und frauenpolitischen Agenden in Österreichs Städten festzuhalten.

Wir präsentieren die wichtigsten Ergebnisse in Kürze. Die vollständige Studie kann man hier downloaden.

  • Je größer eine Stadt, umso eher werden frauen- oder gleichstellungspolitische Maßnahmen umgesetzt. Insgesamt zeigt sich ein noch geringer Umsetzungsstand.
  • Als wichtigste Maßnahme zeigt sich die Implementierung von Frauen- und/oder Gleichstellungsbeauftragten, eines Frauenbüros etc.
  • Die Gleichstellungs-Charta weist einen geringen Bekanntheitsgrad auf. Ungeachtet davon werden in den Städten bereits zahlreiche Gleichstellungsmaßnahmen gesetzt. Auch Frauenförderpläne werden umgesetzt.
  • Gender Budgeting weist einen geringen Umsetzungsstand, zudem zeigt sich eine uneinheitlicher Umsetzung.
  • Insgesamt ist die Vergleichbarkeit zwischen den Städten schwierig, da es sehr unterschiedliche finanzielle sowie organisatorische Rahmenbedingungen gibt.
  • Die häufigsten Gründe für die Nicht-Umsetzung von frauen- oder gleichstellungspolitischen Maßnahmen sind mangelnde Ressourcen und geringe Priorität.