Von der Kostenrechnung zum Kostenmanagement. mehr Transparenz bei den Kosten der kommunalen Leistungen

Die Einführung einer leistungsfähigen Kostenrechnung und ihre - je nach den damit verfolgten Zielen – konkrete Ausgestaltung ist für viele öffentliche Verwaltungen eine Herausforderung. Doch der Aufwand lohnt sich, wenn die Ergebnisse der Kostenrechnung dazu dienen, die Kosten zu beeinflussen, wenn den Leistungen und Produkten die Kosten zugerechnet und analysiert werden, wenn die Budgetierung und die Kostenplanung verknüpft werden. Hiefür sind auch die mittlerweile erprobten interkommunalen Vergleiche auf Basis von Kennzahlen hilfreich, die ja auf Kosten- und Leistungsinformationen beruhen müssen. Für die Auswahl der auf dem Markt befindlichen Kostenrechnungssysteme sind unter anderem folgende Kriterien wichtig: Wie ist die Kostenrechnung in das Informations- und Planungssystem und in das Rechnungswesen insgesamt eingebaut? Welche Auswertungsvielfalt wird angestrebt? Welche Anforderungen ergeben sich daraus an Mitarbeiter, Controller und an Führungskräfte? Voraussetzungen für die Entwicklung von der Kostenrechnung zum Kostenmanagement sind jedenfalls ein fundiertes betriebswirtschaftliches Kow-How und ein schrittweises Ausbauen der Instrumente, was für die Akzeptanz und für die Systemanwendung günstig ist. Denn im Idealfall von Kostenmanagement stehen nicht mehr die tatsächlichen Kosten einer Leistung im Vordergrund, sondern die zukunftsgerichtete Frage, was die einzelnen Leistungen kosten dürfen. 

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Innovative Verwaltung 25(2004), Special 2004/2005, S. 25-27
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3434