Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Ökostromförderung in Österreich

Die volkswirtschaftlichen Aspekte sind nicht in jedem Fall positiv zu bewerten, sondern stark abhängig von der Technologie (Kleinwasserkraft, Windkraft, Biomasse, Biogas und Photovoltaik), dem Subventionsbedarf und der Subventionsdauer. Die derzeitige Einspeisregelung ist mit einer erhöhten Belastung der Stromkunden verbunden, da die Subventionen durch Stromhändler und Endverbraucher finanziert werden. Durch den steigenden Ölpreis und der bevorstehenden Einführung eines europaweiten Emissionszertifikathandels und wird die Erzeugung von Strom aus fossilen Energieträgern zukünftig verteuert. Durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien können diese Mehrbelastungen kompensiert werden und sich dadurch die Subventionierungen verringern. Die Zunahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und damit der stark steigende Finanzierungsbedarf machen eine Adaptierung der geltenden Förderung notwendig. Die vorliegende Novelle des Ökostromgesetzes vom Herbst 2004 stellt eine sinnvolle Weiterentwicklung des derzeitigen Fördersystems dar.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wirtschaft und Gesellschaft 31(2005), 1, S. 99-112
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3543