Stein-Hardenberg 2.0: Staatsmodernisierung, Territorialität und verwaltungswissenschaftliche Transformationsforschung

Das Prinzip der Territorialität der Verwaltung kollidiert mit den Möglichkeiten der Vernetzung und der damit einhergehenden Raumüberbrückung durch E-Government. Anhand des Beispiels der Kfz-Zulassung werden potenziale, Umsetzungsschwierigkeiten und Aspekte veränderter Territorialität untersucht. Deutlich wird, dass es nicht zu einer einfachen Entörtlichung der Verwaltung kommt. Vielmehr geht es um eine Neukonfiguration von Territorialität, bei der ein realer und ein elektronischer raum neu aufeinander bezogen werden. Hierdurch wird die Funktionsweise von Verwaltung geändert. Dies wirft so weitreichende forschungsfragen auf, deren Subsumierung als „Stein-Hardenberg 2.0“ durchaus gerechtfertigt erscheinen lässt (Die „Stein-Hardenbergschen Reformen“ waren eine Reihe von Staats- und Verwaltungsreformen des 19. Jahrhunderts:).

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Der moderne Staat 4(2011), 2, S. 335-356
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
5312