Standardvorgaben der Daseinsvorsorge

Bislang wurden die Standards für die Versorgung mit Infrastruktureinrichtungen der Daseinsvorsorge überwiegend in Form von Inputs bzw. Richtwerten für die Ausstattung vorgegeben. Insbesondere im Bereich der sozialen Infrastruktur ist jedoch eine zunehmende Abkehr von normativen Vorgaben hin zu einer regionsspezifischen Ermittlung des Bedarfes zu beobachten. Die üblichen Standards versagen infolge der geänderten Aufgabenstellung mit Schwerpunkt auf der Bestandserhaltung und -entwicklung und zunehmend sektoralübergreifender Lösungen. Daher sollte künftig die Versorgungsqualität über die Zielerfüllung und den erzielten Output definiert werden. Dieses Konzept ermöglicht die verstärkte Einbeziehung von qualitativen Kriterien und fördert insbesondere innovative Lösungswege. So wäre eine wesentlich größere Breite an Handlungsmöglichkeiten gegeben.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Raumplanung 2012, 164, S. 50-53
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
5904