Staatsausgaben und Wirtschaftswachstum in Europa

Die Lissabon-Strategie der EU stellt die Forderung nach Erhöhung von Qualität und Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen auf. In der Studie werden diese Forderungen, die seit der ersten Formulierung im Jahr 2000 mehrfach präzisiert worden sind (im Jahr 2005 erfolgte ein „Neustart“), zunächst theoretisch und sodann anhand der praktischen Finanzpolitik der EU-Staaten und Österreichs näher erläutert. Nach Handler befindet sich Österreich im Großen und Ganzen auf dem Kurs der Lissabon-Ziele (die EU-Kommission hat dennoch den österreichischen Kurs der Konsolidierung des Bundesbudgets im Frühjahr 2006 als unzulänglich kritisiert). Er räumt allerdings ein, dass das Wachstum noch stärker durch die Intensivierung wachstumsträchtiger Staatsausgaben gefördert und die Rahmenbedingungen insgesamt optimiert werden könnten. Dazu zählt der Autor die raschere Integration von Personengruppen mit unterdurchschnittlicher Erwerbsbeteiligung auf dem Arbeitsmarkt sowie die – durch den Österreichkonvent nicht gelungene – Föderalismusreform. In dieser kenntnisreichen Studie führt Handler die Reformen im Sinn der Lissabon-Wachstumsstrategie mit den internationalen und nationalen Reformansätzen der öffentlichen Ausgaben zusammen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: WIFO 2006; 141 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
A 104 259