Schwerpunkt MitarbeiterInnen

Jede Organisation steht und fällt mit dem Engagement und der Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies gilt selbstverständlich auch für den öffentlichen Sektor. Das Potenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, dennoch wird es nicht immer voll genutzt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: fehlende Motivation und Möglichkeit zur Eigenverantwortung, wenig vorausschauende Planungen, der sukzessive Ausbau des Leistungsspektrums, Nichtnachbesetzungen, die Alterung der Belegschaft in manchen Bereichen (Stichwort demografische Entwicklung) etc. Diese Aufzählung zeigt die Notwendigkeit, sich mit dem Thema „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ näher zu beschäftigen. Die aktuelle Ausgabe haben wir bewusst „... auf die MitarbeiterInnen kommt es an“ genannt, um das breite Spektrum des Themas zu zeigen. Wir wollen uns hier nicht nur auf das „Personalmanagement“ konzentrieren und stellen so eine breite und aktuelle Themenpalette zum Personal im öffentlichen Sektor im engeren Sinn vor: „Strategisches Personalmanagement“ darf dabei selbstverständlich nicht fehlen (Philip Parzer) und bildet den Beginn der Themenreihe.

Weitere Artikel behandeln die Aspekte „Konsequenzen des demografischen Wandels“ (Irene Sachse), die Wissenssicherung (Bernhard Krabina), Mitarbeiterbefragungen (Klaus Wirth), Coaching (Karin Balluch) und Weiterbildung (Alexandra Schantl, Thomas Prorok). Konkrete Umsetzungen zeigen wir am Beispiel Feldkirch (Martin Duelli).

Neben dem MitarbeiterInnenschwerpunkt finden sich in diesem FPM die Ergebnisse von zwei KDZ-Projekten. Unter dem Titel „Alle Wege führen nach Rom“ stellt Klaus Wirth die vom KDZ begleiteten Reformansätze in Braunau und Tulln vor.

Aus aktuellem Anlass an die erste Stelle gereiht haben wir eine Information von Peter Biwald und Alexander Maimer zur Haushaltsrechtsreform in den Ländern und Gemeinden. Das Bundesministerium für Finanzen hat im Spätsommer 2013 einen Entwurf für eine neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) vorgestellt, welcher die Übernahme der Kernbereiche der Haushaltsrechtsreform des Bundes (Doppik und Wirkungsorientierung) vorsieht. Der Einstiegsartikel erläutert die Eckpunkte dieses Vorschlags und mögliche Konsequenzen für Länder und Gemeinden.

Bedanken möchte ich mich bei Ihnen für die Teilnahme an unserer LeserInnenbefragung. Wir haben 163 Rückmeldungen erhalten, über deren Ergebnisse Andrea Steffek und Michaela Bareis im Artikel FPM-LeserInnenbefragung 2013 informieren. Wir werden Ihre Rückmeldungen ernst nehmen und in die Weiterentwicklung im Jahr 2014 einfließen lassen.

erschienen in: 
Forum Public Management 2013, 3, S. 3
Jahr: 
2013