Rolle der Kantone bei Gemeindefusionen in der Schweiz

Seit 1990 hat sich in der Schweiz die Anzahl der Gemeinden von 3.021 auf 2.396 im Jahr 2013 reduziert. In einigen Kantonen wurde und wird rege fusioniert, in anderen blieb die Gemeindestruktur unverändert. Der Artikel geht der Frage nach, welches die Gründe für das unterschiedliche Reformtempo sind, zumal fast alle Fusionen auf freiwilliger Basis erfolgen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Strategie der Kantone zur Förderung von Gemeindefusionen auf Basis der Befragung sämtlicher kantonaler Gemeindeaufsichtsstellen sowie der Gemeinden selbst. Die Studie zeigt, dass die Fusionsförderungsinstrumente stark variieren, aber durchaus Wirkung zeigen. Fusionen sind in Kantonen mit vielen kleinen und finanzschwachen Gemeinden überdurchschnittlich stark verbreitet. Finanzielle Anreize und Prozessbegleitungen durch übergeordnete staatliche Ebenen fördern Gemeindefusionen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Verwaltung & Management 19(2013), 3, S. 144-149
Jahr: 
2013
Bestellnummer: 
6131