Regulatory medicine against financial market instability: What helps and what hurts

Buchumschlag

Dieser wissenschaftliche Artikel befasst sich mit der Frage, welche Wirkungen aus dem Einsatz bestimmter Maßnahmen gegen die Instabilität des Finanzmarktes erwartet werden können. Als mögliche Maßnahmen werden die folgenden in Erwägung gezogen: das Verbot von Leerverkäufen, die verpflichtende Risiko Beschränkung, die Einführung einer Tobin-Tax auf Finanztransaktionen und die Kombination dieser Maßnahmen. Die Analyse wurde anhand eines ökonometrischen Modells durchgeführt. Auf Basis dieses Modells wird dargestellt, dass nur eine verpflichtende Risikobeschränkung, im Sinne einer Beschränkung des Anteils des Vermögens, das auf Märkten eingesetzten wird (wie z.B. durch die Basler-Vereinbarungen auf dem Banken Sektor), zur Stabilität der Märkte beiträgt. Das Verbot von Leerverkäufen verringert zwar die allgemeine Volatilität der Märkte, erhöht aber das Risiko für besonders starke Preisschwankungen. Für die Einführung einer Tobin-Tax gilt gegenteiliges: das Risiko für extreme markt Ereignisse sinkt, es kommt allerdings zu häufigeren Preisschwankungen. Ist die Finanztransaktionssteuer darüber hinaus zu hoch angesetzt, führt sie zu instabilen Märkten. Eine ausgewogene Kombination aller Maßnahmen kann allerdings dazu beitragen, die jeweiligen Risiken auszugleichen

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: Oenb 2011, 28 S. (=Working Paper, Nr. 174)
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
ONB-WP-2011/174