Privatisierung des Wassersektors in Europa. Reformbedarf oder Kapitalinteressen?

Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse einer gemeinsamen Tagung der Arbeiterkammer Wien und des Österreichischen Städtebundes zur Privatisierung des Wassersektors in Europa und die damit verbundenen Erfahrungen in den Anrainerstaaten Österreichs dokumentiert. In vielen europäischen und internationalen politischen Institutionen wird, in Kooperation mit Wasserunternehmen und Finanzierungsinstitutionen weiterhin Druck in Richtung verstärkter Privatisierung ausgeübt – auch in Europa. In den „Frontstaaten“ der Wasserprivatisierung – Frankreich und Großbritannien – liegt er bei 80 Prozent, in Tschechien knapp darunter, in Südeuropa bei knapp über 30 Prozent, in den neuen Mitgliedsstaaten im Schnitt noch unter 20 Prozent. Ein Drittel der Bevölkerung Europas aber entfällt auf jene klar identifizierbare Gruppe von Staaten in Nord- und Mitteleuropa, wo ein hohes Qualitätsniveau mit einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis verbunden ist. Der vorliegende Band widmet sich v.a. der Hintergründe für die Privatisierungspolitik im Wassersektor – mit Beiträgen aus Deutschland, Italien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: AK Wien 2006; 173 S.; Informationen zur Umweltpolitik, Bd. 166
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
IzU 166/06/I-III