Politische Strategien zur Gestaltung von Lebenswelten und sozialen Kommunikationsräumen in segregierten Stadtvierteln

Armut und soziale Probleme treten in segregierten Stadtvierteln verdichtet auf. Die zunehmende räumliche Konzentration sozialer und ethnischer Konflikte machen deutlich, dass ein ganzheitliches sozialräumliches Konzept zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung entwickelt werden muss, dessen konkrete Maßnahmen auf der lokalen Ebene ansetzen. Erschwert wird eine derartige gesamtgesellschaftliche Strategie insbesondere durch die föderale Struktur. Das deutsche Programm „Soziale Stadt“ bildet eine gute Grundlage dafür, sollte jedoch durch Maßnahmen gegen Bildungsarmut und zur Stärkung der Familie auf der kommunalen Umsetzungsebene erweitert werden. Wichtig ist v.a. die Verstetigung nach Auslaufen der Förderungen. Daher müssen Armutsprävention und Integration grundsätzlich langfristig angelegt werden, um nachhaltige Wirkungen zu erzielen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaft 48(2009), 2, S. 67-78
Jahr: 
2009
Bestellnummer: 
4685