Organisation und Haushalt produktorientiert gliedern

Bereits im November 2003 wurde in Deutschland eine Reform des Gemeindehaushaltsrechts beschlossen und die Produkte als ein Kernelement dieser Reform benannt. Auch wurde eine Empfehlung für einen verbindlichen, von den Gemeinden aber auf ihre Bedarfe anzupassenden, Produktrahmen formuliert (finanzstatistischer Bedarf). In Baden Württemberg wurde zwischenzeitlich ein Entwurf einer neuen Gemeindehaushaltsverordnung zur Diskussion gestellt, die in Kern die Gemeinden zu einem Produktplan – als Basis der zukünftigen Budgetplanung – verpflichtet. Ein Grundsatz dabei: weniger Produkte = mehr Information. Als Zugang zur Produktdefinition beschreiben die Autoren verschiedene, sich ergänzende und aufeinander aufbauende Zugänge: zunächst jenen über die bestehende Organisationsstruktur, ferner eine Orientierung an den Leistungsbereichen bis hin zu den Lebenslagen und zuletzt der Zugang über die Politikfelder (strategische Steuerung). Produktdefinition muss sich an den örtlichen Gegebenheiten orientieren und kann jedenfalls schrittweise erfolgen. Sie muss die gleichzeitige Optimierung der Geschäftsprozesse beinhalten, zumindest berücksichtigen und an den individuellen Steuerungsbedarfen orientieren.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Innovative Verwaltung 26(2005), 3, S. 24-27
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3508