New Public Management und E-Government. eGovernment und New Public Management: gegenseitige Hinderer oder Helfer?

Christian Bock befasst sich mit dem Zusammenspiel von NPM und E-Government. Dabei stellt er fest, dass sich die Reformbewegung des New Public Management verlangsamt hat und der öffentlichen Kritik ausgesetzt war. E-Government hingegen ist ein noch immer positiv belegtes Thema der Verwaltungsmodernisierung. Ziel des Artikels ist es, die gegenseitigen Beeinflussungen von NPM und E-Government sichtbar zu machen und zu erkennen, inwiefern gegenseitige Unterstützungen möglich sind. E-Government ist in dieser Sichtweise als Teil des NPM beziehungsweise als Konsequenz des New Public Management zu betrachten. Die unterschiedlichen Betrachtungen von NPM und E-Government sowie die Vergleiche aus differenzierten Perspektiven führen zu den folgenden Schlussfolgerungen für die Zukunft des E-Government: E-Government wird dann ein Erfolg, wenn der Kunde darin eine Verbesserung sieht. Dort wo die Verwaltung bereits auf einem hohen Qualitätsniveau arbeitet, besteht keine Veranlassung für E-Government. Darüber hinaus muss die Verwaltung finanziell transparenter werden. Die Mehrkosten für bestimmte Kommunikationswege und damit für E-Government sind darzulegen. Finanzielle Vorteile des E-Government sind an die Benutzer weiterzugeben. Schließlich muss bewusst sein, dass die Einführung von E-Government als Infrastrukturarbeit betrachtet werden kann, deren Investitionen sich unmittelbar nicht rentieren müssen und erst in Zukunft positive Effekte zeigen werden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Verwaltung & Management 10(2004), 5, S. 234-240
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3443