Neues Kommunales Finanzmanagement (NKF): neue Einsichten zur schwierigen Finanzsituation der Großstädte in Nordrhein-Westfalen

Die Kommunen Nordrhein-Westfalens haben als eines der ersten Bundesländer flächendeckend auf die Doppik umgestellt und mit 01.01.2009 das Neue Kommunale Finanzmanagement eingeführt. Der geänderte Rechnungsstil bringt neue Informationen über die Haushaltssituation der Kommunen, die Haushaltssicherung erfolgt aufgrund des geänderten Rechtsrahmens nun nach neuen Maßstäben. Damit eine Gemeinde einen „echten“ Haushaltsausgleich erzielt, müssen die Erträge die Aufwendungen decken. Danach gibt es mehrere Eskalationsstufen für den Haushaltsausgleich. 35% der Kommunen unterliegen dem Haushaltssicherungskonzept. D.h., dass bei diesen eine große Verringerung der allgemeinen Rücklagen, ein hoher Eigenkapitalverzehr bzw. eine drohende Überschuldung vorliegt, weshalb die Notwendig eines Konsolidierungspakets für Kommunen besteht; dies auch deshalb, weil strukturschwache Städte über ein geringes Einnahmenpotenzial aus eigenen Steuern verfügen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Zeitschrift für Kommunalfinanzen 59(2009), 8, S. 169-176
Jahr: 
2009
Bestellnummer: 
4672