Label für Good Governance (LfGGI)

Das Label für Good Governance und Innovation geht aus der Strategie für Good Governance und Innovation hervor, die vom Europarat im März 2009 beschlossen wurde. Zwölf Prinzipien, die allesamt das Zusammenwirken von Politik und Verwaltung sowie das Verhältnis der Kommunen zu den BürgerInnen  und der Öffentlichkeit bilden berühren, bilden den Kern der Strategie. Sie fassen die Grundwerte der europäischen Demokratie zusammen und stellen die Anforderungen für eine gute demokratische Regierungsführung dar. Im Rahmen des Labels für Good Governance und Innovation wird eruiert, ob die Stadt diese zwölf Prinzipien einhält. Somit bescheinigt die Auszeichnung (Label) für Good Governance und Innovation den verliehenen Städten einen hohen Standard an guter Verwaltungs- und Regierungsführung und Innovationskraft. Ziel der Strategie und des Labels für Good Governace und Innovation ist es, dass sich die Städte Europas freiwillig zu den zwölf Prinzipien der guten Regierungsführung und der Innovation bekennen und sich im Sinne von Good Governance weiterentwickeln.

Städte, welche das Label beantragen, haben in einem ersten Schritt eine Selbstevaluierung anhand von drei europaweit standardisierten Fragebögen, die die zwölf Prinzipien von Good Governance und Innovation beleuchten, durchzuführen. Dabei hat die Stadt eine Selbstevaluierung der Verwaltung, eine Befragung der BürgerInnen oder KundInnen sowie der PolitikerInnen durchzuführen.

In einem zweiten Schritt überprüfen externe Governance-ExpertInnen aus Wissenschaft und der Verwaltungspraxis, ob das Label verliehen werden kann. Dabei wird eruiert, ob die beantragende Stadt die zwölf Prinzipien von Good Governance und Innovation einhält.

In Österreich hat der Österreichische Städtebund (ÖStB) die Strategie für Good Governance und Innovation angenommen. Im Auftrag des ÖStB wird das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung als Label-Organisation tätig.

Detailinformationen zum Label für Good Governance und Innovation finden sich im Wegweiser für AntragstellerInnen.