Kommunalfinanzen in Suburbia

Kommunalfinanzen in Suburbia

Jürgen Wixforth analysiert die finanzielle Situation von Gemeinden in suburbanen Gebieten. Gemeint sind damit Gemeinden im unmittelbaren Umfeld von Großstädten. Die Untersuchung wird von der These geleitet, dass Gemeinden, die sich im Umland von Metropolen befinden, finanziell besser gestellt sein müssten, als andere. Dies könnte beispielsweise deshalb der Fall sein, weil die Bevölkerung der Umlandgemeinden die zentralörtlichen Infrastrukturleistungen der Großstädte nutzen kann und so für die Umlandgemeinden ein geringerer Leistungsfinanzierungsbedarf entsteht. Andererseits siedelt sich die Bevölkerung, im Zuge der steigenden Mobilität, verstärkt im suburbanen Gebiet an, was den Umlandgemeinden höhere Einnahmen aus dem Finanzausgleich ermöglicht. Schließlich ist auch eine steigende wirtschaftliche Tätigkeit in suburbanen Gebieten zu bemerken, was wiederum zu höheren Einnahmen in diesen Gemeinden führt. Diese Hypothese kann in der empirischen Analyse, die der Arbeit zu Grunde liegt, bestätigt werden. Trotzdem haben auch Umlandgemeinden aktuell mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen, was den Autor zur Diagnose einer fiskalischen Krise der Städte und Gemeinden führt, die mit einer Gemeindefinanzreform zu lösen wäre. Optionen dafür werden ebenfalls dargestellt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wiesbaden: VS Verlag 2009, 406 S.
ISBN: 
978-3-531-16822-7
Jahr: 
2009
Bestellnummer: 
A 111 069