Kommunaler Zinssteuerungsvergleich

Die Erste Bank initiierte ein Projekt zum kommunalen Zinssteuerungsvergleich. Das KDZ hat dabei die Schuldenstände und Schuldenstrukturen der an diesem Projekt teilnehmenden Gemeinden vergleichend analysiert. 190 Gemeinden tragen in Summe ca. 50 Prozent der budgetären Gesamtschulden aller Gemeinden in Österreich. Davon haben 80 Gemeinden detaillierte Daten für die durchgeführte Studie zur Verfügung gestellt. Die Daten wurden dabei selbstverständlich anonymisiert verwendet.

Wesentliche Erkenntnisse aus der Analyse:

  • Unabhängig von ihren finanziellen Rahmenbedingungen finanzieren alle untersuchten Gemeinden pro Jahr zumindest Investitionen in der Höhe von rund 500 Euro pro Kopf.
  • Gemeindeinvestitionen werden zu einem großen Teil durch Fremdkapital finanziert, auch bei den untersuchten Gemeinden mit relativ hohen laufenden finanziellen Überschüssen.
  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird daher die Verschuldung der Österreichischen Gemeinden in den nächsten Jahren steigen.
  • Umso wichtiger scheint eine angemessene Zinssteuerung, um finanzielle Spielräume für außerordentliche Investitionen zu erhalten bzw. zu schaffen (z.B. durch Fixierung von günstigen Zinskonditionen, die Anpassung der Tilgungsbedingungen an die finanzielle Lage der Gemeinde etc.).