Kinderbetreuungsplätze in Österreich

Kinderbetreuungsplätze

Die Studie hat Prognoseszenarien der Statistik Austria und des BMSG „Zukünftige Inanspruchnahme von Kinderbetreuungseinrichtungen“ sowie die Befragungsergebnisse des Mikrozensus (in quantitativer und qualitativer Hinsicht) betrachtet und den Betreuungsquoten laut Barcelona-Ziel der EU sowie den aktuellen Betreuungsquoten von Frankreich und Schweden gegenübergestellt. Der Vergleich macht ein sehr heterogenes Bild deutlich: Weist die Studie der Statistik Austria „Zukünftige Inanspruchnahme von Kinderbetreuungseinrichtungen“ für das Jahr 2005 einen rechnerischen Überschuss von 32.400 Betreuungsplätzen in Österreich aus, so kann aus dem direkten Vergleich mit Schweden ein Mehrbedarf an 584.700 Plätzen argumentiert werden. Fuchs betont, dass die große Unbekannte in der Bedarfsprognose nicht etwa die zukünftige Zahl der Kinder und Jugendlichen ist, sondern v.a. das zukünftige Nachfrageverhalten der Eltern sowie die zukünftigen Entscheidungen der politisch Verantwortlichen in Österreich in Bezug auf die Frage, wie das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt wird und welche Konsequenzen zum Ausbau des Angebots der Kinderbetreuungseinrichtungen gezogen werden.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: Europäisches Zentrum f. Wohlfahrtspolitik 2006; 152 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
A 721 073