Kameralistik und/oder Doppik – „doppelte Kameralistik“

Ist eine Umstellung des Buchführungsstils in der öffentlichen Verwaltung überhaupt nötig? Reicht eine Ergänzung der Kameralistik um eine Vermögensrechnung unter Wahrung der Vorgaben von B-VG, F-VG und VRV für eine transparente Darstellung der Gemeindefinanzen nicht aus? Dem Autor zufolge nütze die Einführung der doppelten Buchhaltung jedenfalls in erster Linie den WirtschaftsprüferInnen und würde den Gemeinden und der Öffentlichkeit nur wenig Nutzen bringen. „Das Ziel bestimmt den Stil.“ Dementsprechend unterscheidet sich das Ziel des öffentlichen Rechnungswesens von jenem privatwirtschaftlicher Unternehmen (öffentliche Aufgaben vs. Gewinnmaximierung) und die reine Doppik kann nicht der bevorzugte Rechnungsstil für die öffentliche Verwaltung sein. Stattdessen wären die Vorzüge von Doppik und Kameralistik zu vereinen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
ÖHW 54(2013), 1-3, S. 106-112
Jahr: 
2013
Bestellnummer: 
6063