Ist die Höhe des kommunalen Eigenkapitals zufallsbedingt?

Seit Einführung der Doppik in Deutschlands Kommunen ist die Berechnung des Eigenkapitals einer Gemeinde möglich. Dabei zeigt sich eine große Spannbreite unter den Städten. Es gibt Städte mit einem Eigenkapital in der Höhe von mehreren Milliarden Euro und andere Städte weisen ein negatives Eigenkapital aus, sind also überschuldet. Der Autor geht der Frage nach, worauf die Unterschiede im Eigenkapital von Deutschlands 30 größten Städten zurückzuführen sind. Er räumt zwar auch Unterschiede in der Buchungs- und Bewertungspraxis ein, erkennt aber einen wesentlichen Zusammenhang zwischen dem Steueraufkommen einer Stadt und deren Eigenkapital. Städte, die in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich hohe Steuereinnahmen erreicht haben, weisen, trotz mitunter hoher Schuldenstände, in der Regel ein hohes Eigenkapital aus.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Der Gemeindehaushalt 114(2013), 5, S. 97-100
Jahr: 
2013
Bestellnummer: 
6062