Haushaltsreform als Motor neuer Verwaltungssteuerung

Mit dem Projekt „EPOS.NRW“ wurde in der nordrhein-westfälischen Landesregierung der Einstieg in die integrative Verbundrechnung realisiert. Anstelle der kameralistischen Strukturen soll künftig eine feste Relation von Ressourcenverbrauch und Leistungen hergestellt werden. Nach einem Kabinettsbeschluss im Frühling 2005 wurden Modelle für einen Produkthaushalt erstellt sowie konkrete Buchungs- und Budgetierungsrichtlinien entwickelt. Wesentliche Veränderungen waren hierbei die freie Entscheidung über die Mittelverwendung sowie die überjährige Mittelverwendung, um das „Dezemberfieber“ zu vermeiden. Eine Budgeteinheit besteht hierbei aus einem Katalog von bis zu zehn Produktgruppen, welche in vollem Umfang gegenseitig deckungsfähig sind. Des Weiteren wurden Leistungsangaben und -kennzahlen in den Haushalt integriert und somit der Mitteleinsatz der zu erbringenden Leistung gegenübergestellt. Die vier Komponenten der integrierten Verbundrechnungen sind eine Vermögens-, eine Ergebnis-, eine Finanz- und eine Kosten- und Leistungsrechnung. Zusätzlich wurde ein Haushaltscontrolling eingerichtet.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
nnovative Verwaltung 26(2005), 6, S. 32-35
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3553