Gender-Budgeting in der kommunalen Praxis

Unter dem Begriff Gender-Budgeting bezeichnet man einen international verbreiteten Ansatz zur Analyse und Gestaltung öffentlicher Haushaltspolitik nach Geschlechtergesichtspunkten. Dieser Ansatz ist auch für Gemeinden, die unter Einsparungsdruck stehen von Bedeutung. Mit Hilfe einer geschlechterdifferenzierten Analyse und Bewertung von Einnahmen- und Ausgabenpositionen, Einsparungen, künftigen Maßnahmen u.ä. werden die Wirkungen auf die Geschlechterverhältnisse transparent. Die Autoren zeigen Ziele und Arbeitsschritte eines Gender-Budgeting-Projektes auf, wobei sie z.B. die Ist-Analyse als Wirkungsanalyse (Wem nutzen bestimmte Ausgabetitel? Wer wird durch bestimmte Einnahmen belastet?) erklären. Auch Gender-Haushaltsberichte werden erläutert sowie die Frage nach den Zielen (Wollen wir bestimmte Angebote, Einrichtungen, Investitionen, die geschlechtsspezifische Förderung zum Ziel haben, von Mittelkürzungen oder von Gebührenerhöhungen ausnehmen?).

erschienen in: 
Innovative Verwaltung 28(2006)1-2, S. 34-37
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
3742