Geht die kommunale Wasserversorgung im Strudel der europäischen Liberalisierungspolitik unter?

Die Öffnung des Wassermarktes war eine der Prioritäten der EU-Kommission in der Binnenmarktstrategie für die Jahre 2003-2006. Die eingesetzte Arbeitsgruppe gelangte 2005 zu der Erkenntnis, dass eine Liberalisierung des Wassersektors für den europäischen Binnenmarkt aus technischen, gesundheitlichen und politischen Gründen nicht möglich ist. Auch wird die ablehnende Haltung einiger Mitgliedstaaten, des Europäischen Parlaments und der Zivilgesellschaft deutlich. Dennoch werden folgende Möglichkeiten zur Schaffung von mehr Wettbewerb identifiziert: Aufweichung der Gebietsmonopole, Teilung des Marktes in Segmente (Industrie, Haushalte etc.), Aufgliederung der Dienstleistungen der Wasserversorgung (Bau, Wartung etc.).

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
ÖGZ 72(2006), 5, S. 26-28
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
3791