Fiskalföderalismus im Vergleich – Möglichkeiten und Grenzen der Messung fiskalischer Dezentralität

Obwohl von föderativen Strukturen und Dezentralisierungen behauptet wird, dass sie zu einer höheren Effizienz und politischen Verantwortlichkeit der Institutionen des öffentlichen Sektors führen, ist dies in der Realität föderativer Staaten nicht eindeutig feststellbar. So waren die Erfahrungen mit dem Dezentralisierungsprozess in einigen Entwicklungs- und Schwellenländern in den letzen Jahrzehnten sehr schwierig und haben zum Teil zu ernüchternden Ergebnissen geführt. Aber auch in einigen „reichen“ Volkswirtschaften und langjährigen Föderalstaaten wird von einer „Krise des Föderalismus“ gesprochen. Vor diesem Hintergrund vergleicht der Autor verschiedene föderative Systeme, wobei er sich dabei auf die Finanzverfassung der Staaten und die Frage der Verteilung der Muster von Aufgaben-, Ausgaben- und Einnahmenkompetenzen zwischen den föderalen Staatsebenen beschränkt. Im Vordergrund steht dabei das Ziel unterschiedliche, funktionierende und auch stark lückenhafte Verfahren vergleichend darzustellen, Entwicklungen der Vergangenheit wie auch andere föderative Nationen vorzustellen und von ihnen zu lernen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Speyer: 2006; 269 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
A 504 102