Finanzierung des öffentlichen Gesundheitswesens

Das öffentliche Gesundheitswesen wird in Österreich überwiegend aus Beiträgen von der Lohn- und Gehaltssumme finanziert. Da zum einen die Gesundheitsausgaben (gemessen etwa im Verhältnis zum BIP) steigen und zum anderen der Anteil der Lohneinkommen am BIP sinkt, gilt es, alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu erwägen. Als Alternativen zur gegebenen Finanzierung werden eine Erhöhung der Beitragsgrundlage, eine Umstellung der Arbeitgeberbeiträge auf die gesamte Wertschöpfung sowie eine Ausweitung der Steuerfinanzierung dargestellt und hinsichtlich der quantitativen Auswirkungen abgeschätzt. Wichtige Kriterien hierbei waren die Verteilungswirkungen, die Verringerung der hohen Abgabenbelastung des Faktors Arbeit sowie die längerfristige Ergiebigkeit.

erschienen in: 
WIFO-Monatsberichte 79(2006)7, S. 523-546
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
3871