Eigenständige kommunale Energiepolitik

Die staatlich geförderte Energiepolitik konzentriert sich primär auf die Stromerzeugung. In Rekordzeit wurde der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, gleichzeitig wird Atomstrom importiert und versucht die Lücke durch den Bau neuer Kohlekraftwerke zu schließen. Dadurch wird jedoch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nicht gelöst. Außerdem ist die Effizienz der Stromerzeugung mithilfe von Sonne und Wind fragwürdig. Als Handlungsfeld für kommunale Energiepolitik bietet sich die Gewinnung von Wärme aus Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse an, nicht jedoch die Stromerzeugung. Die Kommunen können als Wärme- und Gasversorger agieren. Bei größeren Kommunen gibt es Müll-Heizkraftwerke mit angeschlossenem Nah- oder Fernheiznetz und kleinere Gemeinden können mit holzgefeuerten Anlagen eine Wärmeversorgung etablieren.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Das Rathaus 65(2012), 3, S. 69-71
Jahr: 
2012
Bestellnummer: 
5788