Die strategische Umweltprüfung. Ein Planungsinstrument zur Qualitätssicherung in der Raumordnung?

Gegenständlicher Artikel geht der Frage nach, ob die Strategische Umweltprüfung (SUP) ein Instrument der Qualitätssicherung in Planungsprozessen sein kann: In vier Abschnitten werden zunächst die Grundzüge der Strategische Umweltprüfung vorgestellt, danach die Verschränkung von SUP und Planungsprozess beschrieben und anschließend die durch die SUP bedingten Neuerungen für die Raumplanungsprozesse aufgezeigt, um schließlich die Frage, ob und wie die Qualitätssicherung in der Raumplanung durch die SUP betrieben werden kann, zu beantworten. Im Gegensatz zur dem Planungsprozess nachlaufenden UVP ermöglicht die SUP-Richtlinie die Integration der Verträglichkeitsprüfung direkt in den Planungsprozess. Sie versucht, einen Mindeststandard für die Aufbereitung von Umwelterwägungen zu setzen, welcher weitgehend mit den derzeitigen Planungsprozessen kompatibel und daher in diese sehr gut integrierbar ist. Als wesentliche Neuerungen sind vor allem die Verpflichtung zu dokumentierten Variantenstudien, der schutzgutorientierte Ansatz für die Umweltbewertung und den Umweltbericht sowie eine Erweiterung der Konsultationspflichten, wie z.B. die Einführung einer Umweltbehörde, zu nennen.  

erschienen in: 
DISP 2005, 4, S. 52-59
Jahr: 
2005
Bestellnummer: 
3512