Die KDZ Wissensbilanz: Wissen ist die Grundlage unseres Erfolges (KDZ Leitbild)

Das KDZ Zentrum für Verwaltungsforschung legt in diesem Jahr erstmals eine Wissensbilanz vor. Aufbauend auf dem Leitbild und der KDZ Strategie messen wir unser intellektuelles Vermögen, unsere Leistungen und stellen die Ergebnisse und Wirkungen unseres Handelns in einer Wissensbilanz dar. Mit der Praxisumsetzung im eigenen Haus wollen wir unseren Mitgliedern aus dem öffentlichen Sektor die Potenziale der Wissensbilanz aufzeigen.

Die Wissensbilanz unterstützt uns bei der Stärkung unserer Kernkompetenzen. Wir folgen der in Österreich gängigen Darstellungsform, welche das intellektuelle Vermögen in Human-, Struktur- und Beziehungsvermögen unterteilt. Unser intellektuelles Vermögen ist die Grundlage für die Leistungserbringung im KDZ. Indikatoren messen nicht nur das intellektuelle Vermögen und die Leistungen, sondern auch die daraus resultierenden Ergebnisse und Wirkungen. Der Wissenszyklus wird dadurch vollständig im Sinne einer Bilanz dargestellt. An die Stelle des Umsatzes und Gewinns tritt die Ermittlung der Ergebnisse und Wirkungen als intellektueller Gewinn.

Die Grundlage für unsere Handlungen und die Darstellung in der Wissensbilanz sind das KDZ Leitbild, die KDZ Strategie sowie die definierten Funktionen und Verantwortungen im KDZ.

Tab. 1: Konzept der KDZ Wissensbilanz
Quelle: KDZ (2011)

Einblicke

Mit der Wissensbilanz verfolgen wir vor allem zwei Ziele: Die Klarheit über unser intellektuelles Vermögen soll uns eine bessere Steuerung der Wissensorganisation KDZ ermöglichen. Das zweite Ziel richtet sich an die Mitglieder des KDZ. Die Wissensbilanz soll unseren Mitgliedern und den Gremien des Vereins einen tieferen Einblick in das KDZ und seine intellektuelle Basis ermöglichen.

Die Wissensbilanz ist auch für Organisationen des öffentlichen Sektors von Relevanz. Ihr Mehrwert ist der Beitrag zum Gemeinwohl, erstellt mit Hilfe des intellektuellen Vermögens des öffentlichen Sektors. Das macht die Wissensbilanz transparent und verständlich.

Das intellektuelle Vermögen stellt das Wissen des KDZ dar. Bei den folgenden Auszügen konzentrieren wir uns auf dieses intellektuelle Vermögen und auf die Ergebnisse und Wirkungen.

Mitarbeiterstruktur

Ende 2010 waren im KDZ 20 hauptberufliche MitarbeiterInnen tätig und weitere 74 KonsulentInnen und externe ExpertInnen. Unser Anteil an AkademikerInnen beträgt 63%. 81% unserer MitarbeiterInnen verfügen über mehrjährige Berufserfahrung. Fast die Hälfte (45%) der MitarbeiterInnen hat 2010 mindestens zwei Weiterbildungstage in Anspruch genommen. Zwei MitarbeiterInnen belegen Universitätslehrgänge.

Besonderes Augenmerk legen wir darauf, die Themenführerschaft in Public Management und Governance, Finanzwirtschaft und Stadtwirtschaft zu behalten. Dafür publizierten 2010 73% unserer MitarbeiterInnen in relevanten Fachmedien. Fast die Hälfte (47%) hielt Vorträge auf Fachtagungen. Einen Beitrag zur Themenführerschaft und Innovationskraft leisten auch unsere Projekte. Bei einem Fünftel der Projekte bearbeiten wir neue Themen.

Tab. 2: Indikatoren Humanvermögen
Quelle: KDZ (2011)

Die Beziehungen zu unseren KundInnen und Mitgliedern zeigt sich in den zahlreichen Projekten des Jahres 2010. Wir haben 48 Beratungsprojekte und 30 Forschungsprojekte durchgeführt und konnten 1.575 TeilnehmerInnen in unseren Seminaren begrüßen. Mehr als 1.700 TeilnehmerInnen haben wir bei Fachvorträgen erreicht.

Tab. 3: Indikatoren Beziehungsvermögen
Quelle: KDZ (2011)

Von besonderer Wichtigkeit sind die Ergebnisse und Wirkungen, welche in der Wissensbilanz dargestellt werden. Schrittweise werden wir weitere relevante Indikatoren evaluieren, welche für die Erreichung unserer Ziele notwendig sind.

Tab. 4: Indikatoren Ergebnisse und Wirkungen
Quelle: KDZ (2011)

erschienen in: 
Forum Public Management 2011, 2, S. 26-27
Jahr: 
2011