Die Bedeutung von eGovernance für die Öffentliche Verwaltung

Der Autor fasst in seinem Artikel übersichtlich einen aktuellen Trend zusammen: ausgehend von der Beschreibung von Governance leitet er eine Definition von E-Governance als „Nutzung von IKT zur Verbesserung von Qualität und Effizienz aller Phasen des Lebenszyklus von Regelungen“ ab und führt als Beispiel vor allem wissensbasierte Rechtsberatungssysteme an. Während es bei E-Government um die Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Unterstützung staatlicher Institutionen und Behörden geht, bezeichnet E-Governance die Verwendung von IKT zur Steuerung der Gesellschaft und zur Unterstützung der öffentlichen Interessen. Die meisten bisher veröffentlichten Arbeiten richten ihr Hauptaugenmerk auf organisatorische und kommunikative Probleme, die aus dem Trend von hierarchischen hin zu vernetzten Formen von Management und Zusammenarbeit entstehen. Gordon setzt dagegen den Schwerpunkt auf die zentrale Rolle von Rechtsordnungen, Gesetzen und Regelungen als den primären Instrumenten der Steuerung einer Gesellschaft. Der Frage, ob in den Niederlanden, Großbritannien, Australien bzw. den USA eingesetzte wissensbasierte Rechtsberatungssysteme auch im deutschsprachigen Raum einsetzbar sind, widmet sich der Autor im Rahmen des eGovernance-Konsortiums: www.egovernance-consortium.org

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Verwaltung & Management 10(2004), 5, S. 258-263
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3430