Die Über- und Unterschätzung von Raum in Public Health

Der Beitrag nähert sich dem Verhältnis zwischen Gesundheit, sozialer Ungleichheit und Raum aus einer gesundheitswissenschaftlichen Perspektive. In der Vergangenheit fand die räumliche Dimension in der Gesundheitsforschung vorwiegend im Setting-Konzept als kleinräumig definiertes Feld mit starkem Sozialzusammenhang für gesundheitliche Interventionen Eingang. Erst in den letzten Jahren wird im Zuge der Forschung über sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit auf räumliche Bezüge verwiesen. Studien zeigen die starken passiven und aktiven Implikationen von Raum auf die Gesundheit. Aus dem Vergleich dieser beiden Ansätze entwickeln die Autoren die These, dass im Setting-Ansatz die räumliche Dimension tendenziell über- und in der gesundheitlichen Ungleichheitsforschung hingegen unterschätzt wird.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaft 48(2009), 2, S. 21-34
Jahr: 
2009
Bestellnummer: 
4633