Der „Wasserkrieg“ von Cochabamba

Diese Publikation der Kammer für Arbeiter und Angestellte liest sich beinahe wie ein Krimi. Der „Wasserkrieg“ von Cochabamba ist eine Geschichte, welche durch die Privatisierung der Wasserversorgung entstand. Dabei wird die äußerst prekäre Lage im Bereich der Wasserversorgung dargestellt. So haben beispielsweise nur 32 Prozent der ärmsten Einkommensbezieher einen Trinkwasserzugang. Bereits das staatliche Unternehmen SEMAPA war durch bestimmte Korruptionsformen in mehreren Bereichen des Unternehmens betroffen (auf technischer, gewerkschaftlicher und Leitungsebene). Nach einer Protestwelle in den 90er Jahren wurde der Weg zur Privatisierung von SEMAPA geebnet. Als Ergebnis der Privatisierung wurden die Wasserversorgung abgewirtschaftet und die Preise erhöht. Aufgrund dessen formierte sich die Coordinadora del Aqua, eine Organisation, welche offen gegen die Privatisierung auftrat. Infolge dessen kam es zu mehreren Auseinandersetzungen und Blockaden, bis schließlich die Privatisierung zurückgenommen wurde.  

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Wien: AK 2004; 30 S.
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
IzU 161/2004