Gemeinde Engerwitzdorf veröffentlicht umfangreiches Datenportal

Eine kleine oberösterreichische Gemeinde im unteren Mühlviertel macht es vor: ein umfassender Datenkatalog mit 95 Datensätzen wurde auf  dem österreichischen Datenportal  data.gv.at veröffentlicht.

Damit hat die 8.416-EinwohnerInnen-Gemeinde mehr Datensätze als der gesamte Bundesdienst publiziert. Im Datenkatalog enthalten sind Geodaten zu Spielanlagen, Veranstaltungsorten, Jugendzentren, Sportanlagen, Apotheken, Kinderbetreuungseinrichtungen, Seniorenheim, Sozialbetreuungsstelle, Feuerwehren und gemeindeeigenen Gebäuden, Zahlen zu Kinderbetreuung, Kulturtagen, Abstammung, Wahlen, Abwasser- und Abfallwirtschaft sowie zum Gemeindehaushalt.

"Open Data bietet uns die Möglichkeit, den transparenten Umgang mit Daten auf eine noch höhere Stufe zu stellen. Es genügt einfach nicht mehr, nur eine Gemeindehomepage zu betreiben und Informationen zur Verfügung zu stellen. Neben der Möglichkeit der aktiven Kommunikation mit dem Bürger mit Hilfe von E-Government stellen wir nun ein umfangreiches Datenpaket all jenen zur Verfügung, die mit eigenen Anwendungen diese Daten weiter verarbeiten wollen. Die geografische Nähe zur Landeshauptstadt sollte bewirken, dass unsere Daten in der 'Open-Commens-Region' rasch genutzt und auch verwertet werden.“, erläutert Amtsleiter Alfred Watzinger dazu.

Engerwitzdorf nutzt als  erste Gemeinde das neue Cloud-Service des Bundesportals. Auf  data.gv.at könnnen Behörden ab sofort nicht nur Metadaten einpflegen und zu eigenen Portalen verlinken, sondern sie  können auch die Datensätze selbst hochladen.

Der Betrieb eigener Datenportale ist für kleine Gemeinden nicht zweckmäßig“, meint dazu Bernhard Krabina vom KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung, der das Projekt begleitet hat. Das Angebot von Engerwitzdorf ist – der österreichischen Konvention entsprechend – auf data.engerwitzdorf.gv.at erreichbar, die Daten selbst liegen aber auf data.gv.at. Im Projekt wurde der aktuelle Metadatenstandard 2.1 eingesetzt.

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