Das „Sixpack“ der EU. Die neue wirtschaftspolitische Steuerung Europas

Die gegenwärtige Krise zeigt deutlich die Schwächen des Stabilitäts- und Wachstumspakts als Hauptmittel zur Koordinierung der europäischen Wirtschaftspolitik. durch die Entstehung signifikanter makroökonomischer Ungleichgewichte eröffneten die Staats- und Regierungschefs die Diskussion über die Reform der wirtschaftspolitischen Steuerung der EU bzw. Eurozone. das Ergebnis ist ein Paket mit sechs Legislativvorschlägen, genannt Sixpack. Das Ziel ist eine bessere ex-ante Koordinierung der nationalen Haushaltspolitiken und verstärkte Berücksichtigung von Schuldenquoten, neue, abgestufte Durchsetzungsmechanismen für Mitgliedstaaten der Eurozone und die Ergänzung des Stabilitäts- und Wachstumspakt durch Mindestanforderungen an nationale Haushaltsrahmen. Das Sixpack soll im rahmen des europäischen Semesters 2012 erstmals voll zur Anwendung kommen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
ÖGZ 77(2011), 10, S. 12-14
Jahr: 
2011
Bestellnummer: 
5403