Sicher durch das Vergabeverfahren für Städte und Gemeinden – Zentrale Neuerungen und Änderungen durch das Bundesvergabegesetz 2018 (St. Pölten)

Datum: 
Dienstag, 2. Oktober 2018 - 9:00 bis 17:00
Ort: 
St. Pölten
Seminarnummer: 
21024/2PP/18

Zielgruppe

Mit der Vorbereitung, Durchführung und Begleitung von Vergabeverfahren befasste MitarbeiterInnen öffentlicher Auftraggeber (Gemeinden, Städte, Gemeindeverbände, usw.) und deren Unternehmen.

Ziel

Gemeinde-VertreterInnen und MitarbeiterInnen von Städten und Gemeinden sehen sich immer mehr mit komplexen Fragestellungen im Zuge der richtigen Abwicklung von öffentlichen Ausschreibungen konfrontiert. In diesem Seminar soll erörtert werden, welches konkrete Vergabeverfahren für welchen Ausschreibungsgegenstand in Frage kommt, welche Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere im Unterschwellenbereich zur Vergabe geringfügiger Auftragsvolumina bestehen und wie eine Ausschreibung von der Einleitung des Vergabeverfahrens bis zum Abschluss verläuft.

Beleuchtet werden dabei insbesondere die neuesten gesetzlichen Änderungen, die mit der Umsetzung des Bundesvergabereformgesetzes 2018 und der damit verbundenen Umsetzung der neuen europäischen Vergaberichtlinien als auch der neuesten gesetzlichen Änderungen durch die Umsetzung der DSGVO einhergehen. Ebenfalls wird ein Überblick über die Abwicklung eines typischen Nachprüfungsverfahrens vor Vergabekontrollbehörden gegeben und erarbeitet, wie man sich als Auftraggeber im Zuge eines Nachprüfungsverfahrens idealerweise verhält.

Erfahren Sie in diesem Seminar von Experten aus erster Hand auf was Sie bei der Durchführung von Vergabeverfahren besonders achten müssen, welche typischen Stolpersteine auftreten können, welche Möglichkeiten bestehen um Verfahrensrisiken zu minimieren und welche aktuellen gesetzlichen Neuerungen im Vergabeverfahren zu beachten sind (u.a. BVergG-Novelle-2018 und Änderungen durch die Umsetzung der DSGVO).

Programmschwerpunkte

  • Gemeindetypische Ausschreibung im Unterschwellenbereich
    • Zulässigkeit und die sichere Durchführung von Direktvergaben
    • Überblick: Verfahrensarten im Ober- und Unterschwellenbereich - Wann wählt man als Auftraggeber welches Verfahren?
    • Durchführung einzelner Vergabeverfahren
  • Gestaltung von Ausschreibungsunterlagen und Eignungsprüfung
    • Definition passender und rechtssicherer Eignungskriterien
    • Eignungsprüfung in vernünftigem Ausmaß anhand geeigneter Prüfschritte
    • Definition von Zuschlagskriterien - Welche Kriterien kommen in Betracht?
  • Abwicklung eines gemeindetypischen Vergabeverfahrens
    • Schaltung von Bekanntmachungen
    • Der richtige Umgang mit Bieteranfragen und Abgrenzung zu erforderlichen Berichtigungen
    • Elektronische Vergabe: Umsetzung in der Praxis - Möglichkeiten der Verfahrensbeschleunigung - Vorteile für öffentliche Auftraggeber
    • Verhalten im „Worst Case“-Szenario: Was ist im Falle einer Nachprüfung meiner Vergabeentscheidung zu beachten?
  • Vom BVergG 2017 zum BVergG 2018 (und die DSGVO)
    • Wesentliche Änderungen durch das BVergG 2017 und neueste Änderungen durch das BVergG 2018 sowie
    • aktuelle Änderungsbedürfnisse aufgrund Umsetzung der Vorgaben der DSGVO
    • Auswirkungen auf den bisherigen Vergabeprozess von Gemeinden, insbesondere e-Vergabe
    • Aufgabe der Unterscheidung zwischen prioritäre und nicht prioritäre Dienstleistungen
    • Einführung eines neuen Vergabeverfahrens, die Innovationspartnerschaft

Vortragende

  • Mag. Stefan Honeder ist Rechtsanwalt bei der Benn-Ibler Rechtsanwälte GmbH und vor allem auf Vergaberecht, Öffentliches Wirtschaftsrecht und Verfassungsrecht spezialisiert. Er betreut insbesondere die Planung, Steuerung und Abwicklung von Vergabeprojekten öffentlicher AuftraggeberInnen. Bieterseitig unterstützt er Unternehmen bei der Erstellung und Einreichung von Angeboten sowie der Nachprüfung von Vergabeentscheidungen. Verantwortlich ist er dabei insbesondere für die Abwicklung von Ausschreibungen im Bau- und Dienstleistungsbereich.
  • Mats Schröder, LL.M. (WU) ist Rechtsanwalt bei KWR und insbesondere auf Wirtschaftsprivatrecht, Öffentliches Wirtschaftsrecht und Vergaberecht spezialisiert. Sein Beratungsschwerpunkt liegt in der vergaberechtlichen Beratung bei (Groß-)Projekten (insb im Bau-, Infrastruktur- und Gesundheitsbereich), der Begleitung verwaltungsgerichtlicher Nachprüfungsverfahren sowie ferner im Bereich der Vergabe-Compliance.

Methodik

Die Programmschwerpunkte werden zunächst thematisch durch die Vortragenden vorgestellt. Im Anschluss daran werden anhand praktischer Beispiele die wesentlichsten Problemstellungen und Lösungsansätze für die Vergabepraxis öffentlicher Auftraggeber mit den Teilnehmern des Seminars erarbeitet.

Dauer

1-tägig, 02.10.2018, 09:00-17:00 Uhr

Ort

Hotel Metropol GmbH, Schillerplatz 1, 3100 St. Pölten, Tel.: +43 2742 70700-0, Fax: +43 2742 70700-133, E-Mail: office@hotel-metropol.at , Internet: http://www.hotel-metropol.at

Zimmerpreis

Einzelzimmerpreis inkl. Frühstück: € 82,00

Seminarpreis

€ 375,00 exkl. 20 % Umsatzsteuer und € 310,00 exkl. 20 % Umsatzsteuer für Stammkunden (fördernde Mitglieder) des KDZ. Ab einer Teilnehmerzahl von 3 Personen einer Organisation gewähren wir einen Gruppenrabatt von 10 % pro TeilnehmerIn. Anmeldungen, welche bis 6 Wochen (Ausnahme Herbstprogramm: bei Seminaren bis Mitte Oktober bis 4 Wochen) vor Seminarbeginn eintreffen, werden mit einem Frühbucherbonus von € 50,00 honoriert. Die Inanspruchnahme von Frühbucherbonus und Gruppenrabatt schließen einander aus!

Im Betrag inbegriffen sind Arbeitsunterlagen, Begrüßungskaffee, Pausenverpflegung und Getränke im Seminarraum sowie ein 3-gängiges Mittagsmenü. Getränke zum Mittagessen, etwaige Nächtigungskosten sowie Parkgebühren sind im Seminarpreis nicht enthalten.

Stornierung: Stornos können nur bei schriftlicher Absage anerkannt werden. Bis 4 Wochen vor Seminarbeginn entfällt die Stornogebühr, ab 4 Wochen vor Seminarbeginn beträgt sie 30 %, ab 2 Wochen vor Seminarbeginn 50 %, bei Nichtteilnahme wird der volle Betrag verrechnet. Wird eine Ersatzperson gemeldet, entfällt die Stornogebühr. Zielgruppe von KDZ-Seminaren & Veranstaltungen: Die Seminare und Veranstaltungen des KDZ richten sich an Bedienstete von Gemeinden & Gemeindeverbänden, Ländern, Bund und deren Betrieben sowie an Politikerinnen und Politiker.

Anmeldeschluss

04.09.2018

Allgemeine Geschäftsbedingungen & Datenschutz

Hinweis zum Datenschutz: Im Zuge der Durchführung einer KDZ-Weiterbildungsveranstaltung verarbeiten wir personenbezogene Daten von Ihnen (Name, Kontaktdaten, Organisation) und geben diese zu Abrechnungs-, Zimmerreservierungs- und Vorbereitungszwecken an den/die Betreiber/in der Veranstaltungsräumlichkeiten und Vortragende weiter. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der KDZ-Weiterbildung. Diese finden Sie auf unseren Internetseiten unter folgendem Link: http://www.kdz.eu/de/geschäftsbedingungen_seminare.

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