# Komplexe Pflegefinanzierung

Die Finanzierung der Pflege ist äußerst komplex. Der Bund übernimmt mit Netto-Ausgaben von 2,5 Mrd. Euro im Jahr 2016 das Pflegegeld, welches jedoch zu selten valorisiert wird, wodurch es zu einer Verschiebung zu den Ländern und Gemeinden kommt. Die Gemeinden tragen mit den Sozialhilfeumlagen wesentlich zur Finanzierung des Pflegebereiches bei. So lagen die Netto-Ausgaben der Länder im Jahr 2016 bei 1.187 Mio. Euro, die der Gemeinden bei 951 Mio. Euro. Damit wurden 45 Prozent der Pflegedienstleistungen (z. B: Pflegeheime, mobile Dienste) von den Gemeinden getragen.

Gleichzeitig handelt es sich um einen sehr dynamischen Aufgabenbereich. Ohne entsprechender gebietskörperschaftsübergreifender Gegenmaßnahmen werden die vereinbarten Kostendämpfungspfade wohl nicht eingehalten werden können. Durch den Entfall des Pflegeregresses wird die Lage noch zusätzlich verschärft, da dadurch ein Ausbau - anstelle eines Rückbaus - des stationären Bereiches zu befürchten ist.

 

Die Herausforderungen der Pflegefinanzierung werden auch beim diesjährigen Österreichischen Städtetag diskutiert.