# EU-Regionalpolitik 2020+: 28. September 2017

Foster Europe und KDZ organisieren am 28. September 2017 eine Konferenz zur EU-Regionalpolitik 2020+. Wir sehen in der EU-Regionalpolitik mehr als eine reine Investitionspolitik. Die Regionalpolitik hat eine wichtige demokratiepolitische und integrationsfördernde Eigenschaft, die entscheidend Euroskepsis und Exit-Konzepten entgegen wirken kann. Hierbei sind die Regionen und Städte in einem besonderen Ausmaß gefordert und müssen daher auch entsprechend unterstützt werden. Sie agieren besonders nahe an den Bürgerinnen und Bürgern und sind in ihrer europa- und integrationspolitischen Bedeutung nicht zu unterschätzen. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren dramatisch verändert:

  1. Wachsende EU-Skepsis in Teilen der Bevölkerung und einigen Regierungen erfordern neues europäisches Denken und Handeln. Hier müssen die Regionen und Städte, in enger Kooperation mit den lokalen Akteuren insbesondere der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor stärker europäisch vernetzt und integrierend wirken.
  2. Die Finanzkrise und ihre noch immer spürbaren Auswirkungen haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich flexibel und schnell an neue Anforderungen anpassen zu können.
  3. Die sehr hohe Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit in einzelnen Regionen der EU werden zu einer immer größeren Herausforderung für die Europäische Union und die EU-Regionalpolitik. Die Regionalpolitik muss die Regionen und Städte in ihrem Bemühen, nachhaltige Lebensperspektiven zu eröffnen und einem Brain-drain entgegenzuwirken, effektiv unterstützen.
  4. Mit den vier makro-regionalen Strategien sind starke Instrumente zu einer verbesserten, integrierten, transnationalen und partizipativen Regionalpolitik in der EU und ihren Nachbarregionen entstanden. Diese makro-regionalen Strategien müssen in die neue Regionalpolitik integriert und mit ihren Instrumenten und Finanzierungsschienen vernetzt werden.
  5. Es ist zu erwarten, dass der Brexit zu einer Reduktion und Neuverteilung der Regionalförderungen führen wird. Dabei muss vermieden werden, dass dies insgesamt zu einer Schwächung der Regionen in der EU führt.
  6. Die neue EU-Regionalpolitik muss in der Lage sein, mit den internen und externen Migrationsbewegungen in und nach Europa gestaltend umgehen zu können.

Vor diesem Hintergrund diskutieren wir die Anforderungen an und die Bedarfe der Regionen und Städte an die zukünftige EU-Regionalpolitik.