Das KDZ feierte seinen 45er

DER ROUND TABLE am 16. Oktober war ein würdiger Rahmen, um das 45-jährige Bestehen des KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung zu begehen. Die Tagung stellte das Thema Aufgabenreform schafft Perspektiven ins Zentrum. Rund 60 Interessierte diskutierten über Aufgabenkritik, Leis- tungsanalyse, das Realisieren der Wirkungsorientierung und viele andere Aspekte, die wesentliche Punkte einer Verwaltungsreform bezeichnen.

Auftakt dafür waren die Beiträge von Yvonne Kaufmann, Staatskanzlei Kanton Aargau, über die Strategische Aufgabenüberprüfung und Magistratsdirektor Martin Haidvogl, Stadt Graz über die Verwaltungs- und Aufgabenreform in Graz. Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ, berichtete über die nachhaltige Haushaltskonsolidierung durch Aufgabenreform und zog Resümee über die vergangenen Jahre als Überleitung zum Get-together. Der Ausblick auf zukünftige Projekte durfte nicht fehlen und so entstand im Anschluss ein Brainstorming-Bild, das Impulse für den Staat 2020 auf- zeichnete.

Historische Einblicke

Das KDZ wurde 1969 auf Initiative des Österreichischen Städtebundes von der Stadt Wien und der Zentralsparkasse der Stadt Wien als Verein „Kommunalwissenschaftliches Dokumentationszentrum“ gegründet. Es sollte ein Verein geschaffen werden, der über öffentliche Aufgaben und ihre Finanzierung forscht und als „Vermittler“ zwischen Wissenschaft und Gemeindepraxis und anderen öffentlichen Körperschaften fungiert. Anfangs wurde unter der Leitung von Egon Matzner der Schwerpunkt auf finanzwissenschaftliche Analysen der öffentlichen Haushalte gelegt. Reformvorschläge für die Aufgabenplanung der Landes- und Gemeindehaushalte wurden entwickelt. In den 1980er Jahren entstanden unter Helfried Bauer Arbeiten zu Fragen der Stadterneuerung, der Regionalpolitik, zu verkehrspolitischen und verkehrswirtschaftlichen Themen sowie zu neuen Instrumenten des öffentlichen Rechnungswesens und zur Gebarungskontrolle. Das KDZ arbeitete nun auch auf internationaler Ebene.

Mit dem Konzept des New Public Management wurde im KDZ eine umfassende Reformstrategie verknüpft, die sowohl funktionale Reformen in einzelnen Aufgabenbereichen als auch methodische Modernisierung, im Sinn etwa des Führens durch Ziele und durch Ergebnisverantwortung an der Basis, beinhaltete. Heute stehen wir als Thinktank, für die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in ihrer Vielschichtigkeit. Die Wurzeln, der Finanzwirtschaft sind geblieben und gestärkt durch Themen wie Transferentfechtung, Konso- lidierung, modernes Rechnungswesen. Das Team des KDZ unter der Geschäftsführung von Peter Biwald und Thomas Prorok, entwickelt immer wieder neue, innovative Modelle und Instrumente, die zum Ziel haben, das Handeln der öffentliche Verwaltung durch Demokratie, Ethik, Qualität, Transparenz, Partizipation, Wirkungsorientierung, Verantwortlichkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu stärken.

 

erschienen in: 
Forum Public Management 2014, 3, S. 29
Jahr: 
2014