Armut und Wohnen: Armutsbericht Oberösterreich 2010

Buchumschlag

Wohnen ist für die Mehrzahl der Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Menschen nehmen es als gegeben an, einen Platz zu haben, um zu leben, zu schlafen und sich zu regenerieren. Dennoch sind viele mit ihrer Situation unzufrieden. Der Wohnungsmarkt ist stark segmentiert. Österreichweit geben zwei Drittel aller Armutsgefährdeten mehr als 25% ihres Haushaltsbudgets für das Wohnen aus. Insbesondere in städtischen Ballungsräumen können sich einkommensschwache Haushalte das Wohnen kaum noch leisten. Aus diesem Grund kann Einkommensarmut als maßgebliche Ursache für Wohnungslosigkeit angesehen werden, auch wenn für den Weg in die Wohnungslosigkeit zudem meist individuelle Faktoren ausschlaggebend sind. Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot kann nur mit Hilfe einer präventiven Sozialpolitik, die eine gerechte Einkommensverteilung verfolgt, überwunden werden. Am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz fand im Sommersemester 2010 eine Lehrveranstaltung statt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, sich projektorientiert und in Teamarbeit mit unterschiedlichen Aspekten des Zusammenhangs von Wohnen und Armutsgefährdung wissenschaftlich auseinander zu setzen. Als Ergebnis liegt nun der „Armutsbericht Oberösterreich 2010“ vor. Interessant erscheinen darin v.a. die zielgruppenspezifischen Analysen.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Linz: Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik 2010, 219 S.
ISBN: 
978-3-900581-66-4
Jahr: 
2010
Bestellnummer: 
5109