Österreichs Gemeinden im Netz der finanziellen Transfers

Öffentliche Finanzwirtschaft

Das österreichische Finanzausgleichssystem ist durch eine Vielfalt an finanziellen Verflechtungen in Form intragovernmentaler Transfers gekennzeichnet. Die theoretischen (mikroökonomischen) Grundlagen zur Wirkungsanalyse dieser Transfers werden dargestellt ebenso die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen. In einer umfassenden finanzstatistischen Arbeit werden die Transfers im Rahmen des sekundären und des tertiären Finanzausgleichs für die Gesamtheit der Gemeinden und für einzelne Gruppen von Gemeinden analysiert. Weiters erfolgt die Betrachtung von Transfers in ausgewählten Aufgabenbereichen, darunter der Siedlungswasserwirtschaft sowie im Bereich der Sozialhilfe im weiteren Sinn. Bei den meisten Transfers findet eine starke Umverteilung von größeren und/oder finanzstarken Gemeinden zu kleineren bzw. finanzschwachen Gemeinden statt. Die Transaktionskosten, tatsächliche Lenkungseffekte, Sickereffekte und der gesamte Wohlfahrtseffekt findet zu wenig Beachtung. Auf Basis der empirischen Ergebnisse werden Schlussfolgerungen zur Transferproblematik grundsätzlicher Natur sowie in Hinblick auf die kommunale Aufgabenerfüllung gezogen und einige Reformperspektiven erarbeitet.

erschienen in: 
Wien: Springer 2006; 265 S.
Jahr: 
2006
Bestellnummer: 
A 104 257/I-II