Ökostrom und erneuerbare Energie. Eine Bilanz

Aufgrund des weltweit enormen Mehrbedarfs an Energie, bedingt durch das Wirtschaftswachstum, herrscht derzeit Unruhe am Strommarkt. Gemäß dem in Österreich geltenden Ökostromgesetz soll für Österreich bis 2008 ein 4%iger Anteil an Ökostrom erreicht werden, womit der Anteil an erneuerbarer Energie auf 78 Prozent steigen würde. Derzeit gibt es in Österreich rund 300 Windkraftanlagen; die so genannte Biomasse macht 9 Prozent der in Österreich produzierten Energiemenge aus; Geothermie oder Erdwärme hat in Österreich nur einen geringen Stellenwert und wird vor allem in den Thermenregionen gewonnen, um nur einige Beispiele alternativer Energiegewinnung zu nennen. Hier liegt ein großes, noch ungenutztes Potenzial verborgen. Der ökonomisch wie ökologisch „richtige Weg“, um die im Kyoto-Abkommen bis zum Jahr 2010 vorgeschriebenen 12 Prozent an erneuerbarer Energie zu erreichen, kann allerdings nur ein integriertes Gesamtkonzept sein. Einerseits müssen effizientere Strategien zur Energieeinsparung entwickelt werden, andererseits ist eine Kombinationslösung notwendig, die alle erneuerbaren Energieformen gemäß ihren spezifischen Stärken jenseits energiewirtschaftlicher Partikularinteressen einsetzt.

Autor/Herausgeber: 
erschienen in: 
Raum 2004, 54, S. 36-38
Jahr: 
2004
Bestellnummer: 
3426